Green Roofs can deliver more than 3/4 of the annual Vegetable need of a City like Bologna, Case Study

More than three quarters of in the town eaten vegetables could be grown easily alone on the roof surfaces in the city, as a case study shows from Bologna. If all appropriate flat roofs would be used for urban agricultural roof gardens in the city of Bologna, around 12,500 tonnes of plant could be delivered per year.

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Dachgärten könnten mehr als drei Viertel des Gemüses in Städten liefern

Forschungsprojekt in Bologna zeigt immenses Potential von Dachgärten - Verbesserung des Klimas, weniger Lärm und weniger Emissionen als Folge

In den Städten könnten allein auf den Dachflächen mehr als drei Viertel des in der Stadt gegessen Gemüses problemlos angebaut werden, wie eine Fallstudie aus Bologna, Italien, zeigt. Wenn alle geeigneten Flachdachflächen für urbane Landwirtschafts-Dachgärten in der Stadt Bologna verwendet werden würden, könnten rund 12.500 Tonnen Pflanzen pro Jahr geliefert werden,während gleichzeitig eine Reihe von Ökosystemleistungen zur Verfügung stehen würde,
meinen die Forscher.

urban garden

Nicht verwendeter Dachraum in einer Stadt ist eine Chance, um der Stadt grüne Infrastruktur zur Verfügung zu stellen. Städtische Grünflächen und Infrastruktur, die Dachgärten umfassen, bringen große Vorteile für Tiere und Menschen. Sie können nicht nur Nahrungsmittel für die jeweilige Stadt produzieren, sie helfen den Bewohnern urbane Biodiversität zu erhöhen und verknüpfen grüne Netzwerke zu Korridoren für die Tierwelt. Sie können auch den ökologischen Fußabdruck einer Stadt vehement reduzieren, durch Filterung verschmutzter Luft, absorbieren von Lärm und CO2, Emissionen und Temperaturverbesserung durch Schattierung und Kühlung.

Im Jahr 2010 wurde Bologna die erste italienische Stadt, wo auf öffentlichen Dächern Gemüsegärten getestet wurden, im Rahmen eines von der Kommune, der Universität und einer nicht Gewinn orientierten Organisation geplanten Projekts. Die Forscher erfassten die Daten für eine Studie, die über drei Jahre zwischen 2012 und 2014, lief.

Während dieser Zeit wuchs Salat, Schwarzkohl, Chicoree, Tomaten, Auberginen, Chili-Pfeffer, Melone und Wassermelone, entweder in Kunststoffrohren, gefüllten Recycling Paletten mit Kompost oder auf Polystyrolplatten schwebend in Tanks, die ebenfalls aus Recycling Paletten hergestellt worden waren.

Im Durchschnitt konnte auf dem Recycling-Palettensystem mit Kompost das meiste Gemüse produziert werden, bei gleichem Speicherplatz, ein Drittel mehr als im Schwimmsystem und mehr als doppelt so hoch als im Rohrsystem. Jedoch waren Mengen und Art von Gemüse in jeder Jahreszeit sehr unterschiedlich und das Rohrleitungssystem nutzte Platz zum Aufhängen, wenn Flächen begrenzt waren.

Aus den Ergebnissen der Versuche waren die Forscher in der Lage, ein optimales Wachstum zu entwickeln, mit einem System für einen 216 m langen Dachgarten, mit Elementen der einzelnen Systeme, um eine Maximierung der Produktivität während des ganzen Jahres zu ermöglichen. Dieses System beinhaltete etwas mehr schwimmende Vorrichtungen als Paletten, sowie Rohrsysteme entlang der Geländer.
Die Forscher schätzen, dass dieser hypothetische Garten mehr als drei Tonne Gemüse pro Jahr liefern kann.

Als Nächstes schätzten die Forscher die potentielle Produktivität eines Netzwerks von Gemüsegärten, die auf allen geeigneten Flachdächern über der Stadt entstehen könnten. Sie verwendeten digitalen Karten und CAD Software, um alle nicht verwendeten flachen Bereiche auf Bolognas Dächer zu identifizieren und alle ungenützten Terrassen.

Die Berechnungen zeigen, dass, wenn der verfügbare Platz (ca. 0.82 km2) verwendet werden würde auf den Dach-Gärten in Bologna rund 12.500 Tonnen Gemüse produziert werden könnten. Dies bedeutet, dass auf der Grundlage der tatsächlichen Verbrauchsdaten für die Stadt, die Dachgärten 77% des Gemüsebedarfs der Bewohner liefern könnten.

Auch auf die CO2-Bilanz würde sich dies positiv auswirken. Durch die Verbindungen der Zwischenräume, die im Umkreis von höchstens 500 m voneinander liegen, könnte ein Netz mit einer Gesamtlänge von 94 km erreicht werden, mit grünen Korridoren für Wildtiere, darunter vor allem bestäubende Insekten. Die 500 m Entfernung wurde von den Forschern als angemessen errechnet, weil die häufigsten Bestäuber, die Bienen, eine Flugstrecke von 750-1500 m auf der Futtersuche zurücklegen. Das Modell wäre auch auf viele andere Städte umsetzbar.

Studie: Orsini F, Gasperi D, Marchetti L, Piovene C, Draghetti S, Ramazzotti S, BAZZOCCHI G., Gianquinto G (2014). Exploring the production capacity of rooftop gardens (RTGs) in urban agriculture: The potential impact on food and nutrition security, biodiversity and other ecosystem services in the city of Bologna. .
FOOD SECURITY, ISSN: 1876-4517, doi: 10.1007/s12571-014-0389-6

Mehr dazu: rescue-ab.unibo.it